Benefiz Golfturnier zu Gunsten Interplast

Donnerstag, 12. Juli 2018

32 Golfer haben unter der Aegide des Rotary Club Küssnacht-Meggen am 12. Juli 2018 ihre Schläger in die Hand genommen und an einem Benefiz-Turnier auf dem 9-Loch-Platz „Golf Meggen“ teilgenommen. Bei herrlichem Wetter kamen am Ende der Partie im Anblick von Pilatus, Bürgenstock und Rigi sportliche 30'000 Franken zusammengekommen. Neben den Golfern taten Sponsoren und Alfa Romeo ein Übriges für diese Summe.

Empfänger des namhaften Betrages ist der gemeinnützige Verein „Interplast Switzerland“ in Gestalt des plastischen Chirurgen und Handchirurgen und Co-Chefarzt Dr. Urs Hug am Luzerner Kantonsspital. Er reist zweimal im Jahr mit zusammen mit Ärzte-Kollegen, Physio- und Ergotherapeuten in den Norden von Burkina Faso, nach Ouahigouya, an der Grenze zum Krisengebiet Mali. Dort hat vor 14 Jahren ein befreundeter Arzt aus der Romandie ein Kinderkrankenhaus gegründet, das mit zwei OP-Sälen über die notwendige Infrastruktur verfügt, damit Dr. Hug und seine Kollegen die komplexen Operationen vornehmen können.

Seine Patienten sind Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, die landläufig als `Hasenscharte´ bezeichnet wird. Ebenso wie Kinder mit Noma-Erkrankungen. Das sind unspezifische Infektionen aufgrund von Mangelernährung, die Löcher in Wangen und Lippen entstehen lassen.

„Am Ende ist unsere Arbeit natürlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein“, sagt Urs Hug, der mit seinen Kollegen pro Besuch circa 60 Kinder operieren kann. „Aber wer einmal gesehen hat, wie diese jungen Menschen aufblühen, wenn aus ihren Gesichtern dieses Stigma verschwunden ist und sie wieder in ihr soziales Umfeld integriert werden, ahnt, warum meine Kollegen und ich unseren Jahresurlaub sowie die Zeit mit unseren Familien opfern und die beträchtlichen Risiken in dieser nicht ungefährlichen Region auf uns nehmen, um diesen Kindern zu helfen.“

Kann man mit 30 000 Franken viel in dieser Weltengegend erreichen?

„Sehr viel. Wenn Sie bedenken, dass in Burkina Faso ein Arbeiter einen Franken am Tag verdient und davon meist eine zehnköpfige Familie ernähren muss. Da bleibt kein Spielraum mit einem seiner Kinder ins Krankenhaus zu fahren, weil er dann in dieser Zeit nichts verdient. Dieser Betrag bewirkt dort wirklich viel.“

Wenn er sich etwas wünschen dürfte, was wäre das?

„Es wäre schön, wenn es in der Schweiz mehr Offenheit gäbe, jenen Menschen zuzuhören, die solche Initiativen mit Leben erfüllen. Schliesslich geht es hier vielen sehr gut, weshalb wir unseren Wohlstands mit jenen Menschen teilen sollten, die unsere Hilfe brauchen. Deshalb danke ich allen an diesem Turnier Beteiligten von ganzem Herzen. Ich hätte nie gedacht, dass so viel Geld für unsere Kinder zusammenkommt!“


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